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Gernot Hassknecht Kommentar bei der Frankfurter Rundschau

Oktober 4, 2011

Hierum geht es

Sehr geehrter Frau Kiyak,

neben dem Schreiben von Artikeln besteht ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit einer Journalistin aus Lesen und Verstehen. Ich sehe für ihre journalistische Zukunft schwarz, wenn sie mit ihren jetzigen Kompetenzen Geld verdienen wollen.
Nicht jeder muss mit den Piraten übereinstimmen, aber ich seh gar keinen Ansatzpunkt, um den Mischmasch aus Unsinn und Beleidigung in ihrem Kommentar agumentativ zu beantworten.
Sie begeben sich auf das Niveau von RTL, wenn sie Piraten als stinkende Asitruppe bezeichnen und ich kann nicht verstehen, wie jemand der einen Journalistenpreis bekommen hat, so entgleisen kann.

Einen Punkt möchte ich aber trotzdem herausheben. Den Piraten geht es gerade darum, dass Kreative Schutz erhalten. Ob es da einer Verwertungsindustrie bedarf, die sich um den Schutz der Urheber einen Dreck schert, darf man wirklich bezweifeln.

Ich bin gespannt auf den Shitstorm der Netzgemeinde, der nun über sie prasseln wird. Übrigens sind die Gruppen Netzgemeinde und Piraten nicht deckungsgleich.

Hochachtungsvoll,

Dieter Klein

PS.: Ich muss mich bei Gernot Hassknecht entschuldigen – bei ihm hab ich wenigsten Eindruck er würde wissen was er tut.

http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-liebe-politpioniere-,1472602,10940564.html

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Papst Besuch

September 22, 2011

zwei Argumente werden immer wieder von den Redenbefürwortern gebracht:

1. es ist ein Staatsoberhaupt, welches Respekt verdient.
es gibt demokratisch legitimierte Staatsoberhäupter und die anderen.

Papst Benedikt XVI foto by Mecka 1 Lizenz CC

Papst Benedikt XVI foto by Mecka 1 Lizenz CC


Da der Papst eindeutig zu den anderen gehört hat er vor einem Parlament nichts verloren.
Sobald Katholiken ihren Bischof demokratisch selber wählen dürfen, kann man darüber reden.

2. Er vertritt eine große Mehrheit der Deutschen.
Das war einmal – mittlerweile sind es weit unter 30% und von denen fühlt sich auch nur noch eine kleine Gruppe vom Papst wirklich vertreten.
…und wenn das ein Argument ist – sehen wir dann auch bald Herrn Raubal als Vertreter aller Fußball Fans im Bundestag?

Es wird Zeit, dass wir uns über das Verhältnis über Staat und Kirche und deren Finanzierung unterhalten.

Ruhrnachrichten

Nachtrag:
Gerade habe ich die Ausagen von Kardinal Meissner gelesen.
RP online
Wenn in Köln von den Katholiken über den Bischof abgestimmt würde, dann könnte er wahrscheinlich schnell seine Koffer packen.
Mehr Realitätsferne geht nicht. Parlamentariern das Recht auf Kritik abzusprechen und als besessen zu bezeichnen, ist schon abenteuerlich.

Religion privatisieren

September 9, 2011

Deutsche Gerichte schwenken immer mehr auf die Linie, dass Grundrechte des Menschen höher zu bewerten sind als das grundgesetzlich geschützte Kirchenrecht.
Das Düsseldorfer Arbeitsgericht erklärte eine Kündigung eines Chefarztes an einer kirchlichen Klinik für ungültig, da sein Recht auf Privatheit höher bewertet wurde als das Kirchenrecht.
Es wird Zeit für eine umfassende Diskussion über die Kirchen in Deutschland.

Es wird lange dauern, bis insbesondere die katholische Kirche in unserer gesellschaftlichen Realität ankommt. Aber insbesondere die Fragen der Rolle der Kirchen in Gesellschaft sowie die Finanzierung über das deutsche Steuersystem müssen dringend erörtert werden.

Deshalb fordere ich die Abschaffung der Kirchensteuer und eine Demokratisierung der kirchlichen Strukturen. Hätten Katholiken auch nur die grundlegendsten Rechte, wäre Herr Meisner nie Erzbischof von Köln geworden.

Auch wenn ich selber nicht religiös bin, so halte ich die Rolle unserer Kirchen in Deutschland für sehr wichtig. Sie geben vielen Menschen Halt und sind in vielen Punkten eine moralische Autorität.
Damit das so bleibt, muss sich insbesondere die katholische Kirche jetzt für radikale Diskussionen öffnen. Sonst schafft sie sich in den nächsten 50 Jahren zumindest in Deutschland selbst ab.

wikipedia

derWesten

spon

warum Piraten wählen?

Juli 24, 2011

Aus der Serie warum soll man Piraten wählen hier eine weitere Folge.

Das Magazin Kontraste hat sich mit der Abmahnindustrie beschäftigt.
Die jetzigen Parteien sind nicht ansatzweise in der Lage dieses Problem zu beseitigen bzw. es wird noch nicht mals auf das Tableau der politschen Diskussion gehievt.
Wahrscheinllich verdienen zu viele zu gut an diesem Geschäftsmodell.

Abmahnung wegen Tauschbörsennutzung sind in vielen Fällen unwahr und die Beweislast ist in diesen Fällen umgekehrt.

Bitte geht zur Wahl und gebt den Piraten eure Stimme. Nur wenn die Piraten sich der 5% Hürde nähern wird sich etwas ändern.

Dazu müssen die Piraten noch nicht mals in die Parlamente (auch wenn das besser wäre). Alleine die Möglichkeit des Einzugs bringt genügend Bewegung in das Thema Netzpolitik.

Und das Beispiel im Beitrag zeigt, dass Netzpolitik für alle wichtig ist.

 

Wofür gibt es die Piraten noch?

Juni 20, 2011

Immer wieder fragen mich Menschen aus meinem Bekanntenkreis, wieso ich mich noch bei den Piraten engagiere.
Zensurulas Gesetz ist abgewendet und die Grünen sowie die SPD haben sich sowohl netzpolitischer als auch auch Bürgerrechtsthemen angenommen.

Wenn man sich unsere Gesellschaft aufmerksam ansieht, merkt man wie vieles sich schleichend verschlechtert. Wie Bürgerrechte immer weiter abgebaut werden und sich staatliche Stellen völlig selbstverständlich weit außerhalb unserer Verfassung bewegen.

Ich übertreibe?

Hier zwei ganz kleine Beispiele, die im ersten Moment gar nicht so schlimm wirken. Wenn man das dann etwas genauer durchdenkt, erkennt man schnell, wie hier Schritt für Schritt unsere Persönlichkeitsrechte wie selbstverständlich ausgehöhlt werden.

Beispiel 1: In München werden Nummernschilder von korrekt(!) parkenden Autos notiert.

Beispiel 2: die Polizei protokolliert alle (!) im Netz eingebuchten Handynummern im Gebiet um ein Demo.          

Ich möchte hier nicht näher auf die beiden Artikel eingehen, aber diese Ereignisse zeigen, dass die Piraten an allen Ecken und Enden  gebraucht werden.

Es bleibt die Frage, ob SPD und Grüne für netzpolitische bzw. Bürgerrechtsthemen nicht ausreichen. – AM ARSCH DIE RÖMER!
In allen alten Parteien wird Netzpolitik nur als Feigenblättchen benutzt. Und die parlamentarischen Zwänge der Grünen im letzten Jahr beim JMStV zeigen ja, wie verlässlich die Grünen sind, wenn es nicht um ihre Kernthemen geht. Seit sie an der Regierung sind wurden bestehende Netzsperren in NRW wurden auch nicht abgeschafft.
Deswegen braucht es die Piraten mehr denn je!,

Update: Damit ich mir auch richtig sicher bin haben die Grünen BaWü noch einen drauf gesetzt. #VDS

 

Fotos sind CC-BY-SA: Tobias M. Eckrich

Der Nachteil von Post Privacy

Juni 11, 2011

Eigentlich ist es ja uns allen klar, dass wir auch ohne unser Zutun immer gläserner werden, aber wenn man durch freiwilliges Einstellen von Fotos ins Netz einen Bußgeldbescheid und Punkte bekommt, dann sollte man doch zumindest einen Augenblick über sein Verhalten nachdenken.

In der Meldung wird beschrieben, dass die Münsteraner Autobahnpolizei einen Drängler aufgrund seines Facebook Fotos identifizieren konnte. Das wäre ihnen sicher auch mit herkömmlichen Mitteln gelungen doch zeigt das Beispiel wie sehr sich unser Leben ändert und das eine Diskussion darüber unendlich wichtig ist.

Ich gehe mit meinen Daten auch sehr liederlich um einfach weil ich zu faul bin alles nach zuhalten. Aber ich werde mir doch intensiv Gedanken machen müssen. Auch wenn ich die Schlussfolgerungen der Spackeria nicht teile, bin ich für die Diskussion dankbar.

Ob freiwillig oder nicht – immer mehr persönliche Daten wandern ins Netz und den Umgang mit der Tatsache müssen wir lernen. Auch sollten die Regeln dafür nicht von Konzernen, sondern von Bürgern und Nutzern gemacht werden. Wie überfordert da die aktuelle Politik ist, zeigt ja Frau Aigner. Die Gefahr, dass es in naher Zukunft eine Google LIFE app gibt ist groß. Einfach Namen und PLZ eingeben und innerhalb von 20 Minuten bekommt man alle Daten der ordetlich als Lebenslauf aufbereitet. wollen wir das wirklich – lässt sich das überhaupt noch verhindern???

Auf jeden Fall werde ich eine Disclaimer auf mein Facebook Profil setzen. Das hat zwar so viel Wirkung wie eine Mitteilung von Frau Aigner Substanz hat, aber vielleicht kann man das ja irgendwann gebrauchen.

Mein persönliches BPT Fazit

Mai 16, 2011

erst mal – Heidenheim ist verdammt weit weg und liegt in der Mitte von nirgendwo, aber ist ein wirklich sehr schönes Städtchen.
Das Kongresszentrum ist neu, modern und war ideal für unsere Zwecke. Mobilfunk funktioniert drinnen nur bedingt, was nicht gerade gut ist für so eine Veranstaltung, da Internet aus diversen Gründen selten verfügbar war. Die Orga war zwar Top, dass ist für mich ein Daueraufreger – ich möchte eine Piraten Großveranstaltung mit funktionierenden Internet erleben – das muss doch mal möglich sein. Ich höre immer wieder Sätze wie „ist doch schön mal ohne Internet“,“dann kannste Dich auf die Redner konzentrieren“,“twittern schadet dem Allgemeinwohl“.
Ich möchte nicht alles relevante vorher ausdrucken (zumal ich die wichtigen Zettel dann nicht wieder finde) – ich möchte Aussagen mal schnell überprüfen und überhaupt….
Das zum Rahmen.

Bundesparteitag der Piraten 2011

Bundesparteitag der Piraten 2011

Ich finde es Schade, dass Christopher Lauer nicht im neuen Bundesvorstand ist. Ich bin froh, dass er nicht zum Vorsitzenden gewählt wurde, aber das wäre sowieso der falsche Posten für ihn (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt). Ich wünsche mir für ihn eine hervorgehobene Position in der Partei, aber sein polarisierender Stil taugt nicht zum Parteivorsitz.
Ganz begeistert bin ich von der Wahl von Marina Weisband zur politischen Geschäftsführerin. Sie verkörpert viel von dem, was die Piraten jetzt brauchen, um wieder stärker wahrgenommen zu werden.
Die Themen der Partei sind immer noch heiß und eines der großen Irrtümer der Piraten war, dass man meinte das Medieninteresse würde unbegrenzt anhalten.
Wir müssen nach innen integrativ und nach außen aggressiv wirken. Für das erste steht Sebastian Nerz als neuer erster Vorsitzender und für die neue Außendarstellung wird Marina hoffentlich arbeiten.
Die Versammlungsleitung hat einen guten Job gemacht, hatten aber einen MEGAFAIL

Wie kann man jemanden mit einer Dose Bier auf die Bühne lassen???

Es kann auch ein anderes Getränk gewesen sein, aber so wie sich der Kandidat (wobei das Wort in diesem Zusammenhang gar nicht passt) benommen hat, muss es was alkoholisches gewesen sein.
Um es solchen Bewerbern in Zukunft zu den Auftritt zu erschweren finde ich den Vorschlag in Zukunft für die Bewerbung für den Bundesvorsitz Unterstützerunterschriften zu sammeln gar nicht schlecht. Nach meinen Erfahrungen im NRW Wahlkampf mag ich das Sammeln solcher Unterschriften ganz und gar nicht, aber hier wäre es ein probates Mittel.
Jeder Kandidat muss mindestens eine Unterschrift eines Piraten aus jedem Landesverband vorweisen. Dies führt dazu, dass man sich der Basis in irgendeiner Form bekannt machen muss und die Anzahl der Spaßkandidaten bleibt gering.

Ich glaube, dass ein paar gute und entscheidene Schritte getan wurden, um bei der Presse Gehör zu finden.

Linkliste

http://www.gulli.com/news/piratenpartei-nimmt-fahrt-auf-bpt-2011-1-2011-05-16

http://www.silicon.de/management/wirtschaft/0,39044010,41553079,00/neuer_piraten_kapitaen_mir_ehrgeizigem_kurs.htm

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/abendgarderobe-und-gute-vorsaetze-piratenpartei-will-professioneller-werden–45323793.html

Interview mit Sebastian Nerz

http://on3.de/focus/11/on3-radio#/element/10593/interview-neuer-piratenvorsitzender-sebastian-nerz-wir-muessen-die-kommunikation-in-der-partei-verbessern